The Human Engine 2.0. Episode 4

The Human Engine 2.0. Episode 4

Die vierte Folge der Serie über unser Headquarter führt in den Seamless Production District

Hinter jedem nahtlosen Kleidungsstück steht eine Maschine, und hinter jeder Maschine jemand, der genau weiß, was sie gerade tut. In dieser Folge gehen wir in die Produktion, wo unsere Technikerinnen und Techniker mit jenen Rundstrickmaschinen arbeiten, die ein komplettes Kleidungsstück aus einem einzigen Stück fertigen.

Im Mittelpunkt steht ein Neunzehn-Zoll-Zylinder, einer der größten in unserem Maschinenpark, auf dem wir die großen Größen produzieren. Er läuft mit acht Systemen, und an jedem System werden zwei, mitunter drei Garne zusammengeführt. Jedes Garn wird von einem eigenen Fadenzuführer geleitet, und jeder Zuführer ist auf eine bestimmte Garnart abgestimmt: Naturfasern verlangen den einen, elastische Garne einen anderen. Die Genauigkeit an dieser Stelle entscheidet über alles, was danach kommt.

Die Strickzeit liegt je nach Artikel zwischen sieben und fünfzehn Minuten. Konstruktionen wie Hypermotion, bei denen der Ärmel aus demselben durchgehenden Schlauch entsteht, brauchen deutlich länger. Jedes fertige Teil verlässt den Zylinder, landet im Korb und wird von einer Bedienperson kontrolliert, Stück für Stück, bevor es zum Färben, Nähen und Konfektionieren weitergeht.

Manche Produkte brauchen in der Entwicklung erheblich länger als andere. Unsere Biomorph-Teile, die Spitze unseres Sortiments für den Wintersport und getragen von Athletinnen und Athleten der Nationalmannschaften, erforderten eine außerordentlich komplexe Garnkombination, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen, mit mehreren Technologien, die in derselben Konstruktion zusammenwirken.

Was unsere Techniker beschreiben, ist eine Arbeit, die absolute Präzision verlangt, sich darin aber nicht erschöpft. Zu entscheiden, wie sich Fasern für eine bestimmte Disziplin kombinieren lassen, und den besten Weg zu finden, ein Teil aufzubauen, verlangt eher Vorstellungskraft als das Befolgen einer Vorschrift. Das ist Können, das über Jahre entsteht und in keinem Datenblatt steht.

Und genau deshalb fühlt sich ein UYN-Teil schon beim ersten Anziehen anders an. Was man sofort spürt, ist der Komfort der Naturmaterialien auf der Haut. Was man später spürt, mitten in der Belastung, für die das Teil gemacht wurde, ist die Technologie, die mitarbeitet. Beides entsteht hier, in der Produktion in Asola.

„Unsere Arbeit ist Präzisionsarbeit, aber es gibt eine ganz wesentliche Komponente, und das ist die Vorstellungskraft: den besten Weg zu finden, jedes Teil zu fertigen, und das dann mit den Technologien zu verbinden, die der jeweilige Sport verlangt."