Eine Reise über 7.000 km durch Südamerika — und über jede Grenze hinaus, die er sich selbst gesetzt hatte
Manche Expeditionen handeln davon, eine Route zu bezwingen. Diese handelte von etwas, das sich kaum auf einer Karte festhalten lässt.
Im Februar 2026 brach Omar Di Felice von Machu Picchu zu seiner ersten großen Expedition seit seiner Verletzung vor einem Jahr auf: La Ruta del Condor. 7.000 Kilometer. 52.000 Höhenmeter. 44 Tage. Allein.
Durch die Andenpässe von Peru und Bolivien, über die unwirklichen Weiten des Salar de Uyuni, durch die Atacamawüste, entlang der endlosen Ruta Nacional 40 in Argentinien, tief hinein in die Winde Patagoniens. Bis nach Punta Arenas, ans Ende der Welt.
Irgendwo unterwegs — zwischen der Höhenkrankheit, die ihn zu einem viertägigen Stopp in La Paz zwang, und den patagonischen Böen, die ihn einmal zu Boden warfen — fand er etwas, das sich schwerer messen lässt als Kilometer: das stille Wissen, wann man aufhört, wann man weitermacht, und wann beides dasselbe ist.
Für Omar und für uns ist Wohlbefinden nicht nur das, was nach der Leistung kommt. Es ist das, was Leistung erst möglich macht — ein Zustand, den man nur durch einen kontinuierlichen Dialog mit dem eigenen Körper erreicht, und durch alles, was ihn dabei unterstützt.
„Eine der ungeschriebenen, aber grundlegenden Regeln, die man immer im Gepäck haben sollte: Gib niemals auf, wenn du den Tag völlig erschöpft beendest.
Regel Nummer eins lautet: eine Nacht darüber schlafen. Das Fahrrad beiseitestellen, entspannen und ausruhen.
Denn am nächsten Tag — mit einem erholteren Körper und einem etwas ruhigeren Geist, der weniger vom Stress des Vortages belastet ist — sieht man die Dinge wieder viel klarer."











